Betcrake Logo BETCRAKE Jetzt anmelden

Betcrake: So lesen Sie die Paytable eines Automaten

Von Carsten Peters, Payments-Experte · 27. September 2026

Pragmatic Play, Play'n GO, NetEnt, Hacksaw Gaming – hinter jedem Spielautomaten bei Betcrake steht ein eigenes Studio mit eigener Handschrift, eigenen Mechaniken und eigener Zertifizierung. Wer die Unterschiede zwischen den Anbietern kennt, versteht auch, warum sich zwei Slots trotz ähnlichem Thema verschieden spielen.

Cluster Pays: Gewinne über zusammenhängende Symbolgruppen

Bei Cluster Pays zählen keine klassischen Gewinnlinien, sondern zusammenhängende Gruppen gleicher Symbole, die sich waagerecht oder senkrecht berühren und meist eine Mindestanzahl von fünf oder mehr Symbolen erreichen müssen. Je größer der zusammenhängende Cluster ausfällt, desto höher die Auszahlung für die beteiligten Symbole.

Häufig ist Cluster Pays mit einer Cascading- oder Tumble-Funktion kombiniert: Gewinnende Symbole verschwinden vom Spielfeld, nachrückende Symbole füllen die freien Felder, und es kann in derselben Runde zu mehreren aufeinanderfolgenden Auszahlungen kommen. Das Spielfeld ist bei dieser Mechanik meist als Raster statt als klassische Walzenreihen aufgebaut, wodurch sich Cluster in alle Richtungen bilden können und die Symbolvielfalt bewusst begrenzt gehalten wird.

Scatter-Symbole und Freispiele: wie die Auslösung funktioniert

Scatter-Symbole lösen anders als reguläre Gewinnsymbole unabhängig von ihrer Position auf den Walzen aus, sobald eine festgelegte Mindestanzahl auf dem Spielfeld erscheint, meist drei oder mehr. Am häufigsten aktivieren sie die Freispielrunde, bei der eine bestimmte Zahl an Drehungen ohne weiteren Einsatz gewährt wird, oft verbunden mit zusätzlichen Elementen wie erhöhten Multiplikatoren oder zusätzlichen Wild-Symbolen.

In manchen Spielen zahlen Scatter zusätzlich einen eigenen Gewinn unabhängig von der Freispielauslösung aus, berechnet als Vielfaches des Grundeinsatzes. Die genaue Anzahl benötigter Scatter-Symbole sowie die daraus resultierende Zahl an Freispielen sind in der Paytable des jeweiligen Spiels hinterlegt und unterscheiden sich von Titel zu Titel erheblich.

Max Win Cap: die Obergrenze einer einzelnen Runde

Ein Max Win Cap bezeichnet eine feste Obergrenze für die Auszahlung einer einzelnen Spielrunde, angegeben als Vielfaches des Einsatzes, etwa das 5.000-fache oder 20.000-fache, unabhängig davon, wie hoch sich Multiplikatoren und Bonusfunktionen rechnerisch summieren würden. Wird diese Grenze rechnerisch überschritten, kappt das Spiel die Auszahlung automatisch auf den festgelegten Höchstwert.

Die konkrete Höhe des Caps ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich und wird vom Studio bei der Entwicklung festgelegt, nicht nachträglich vom Anbieter verändert. Für Spieler ist der Wert relevant, weil er die theoretisch maximal mögliche Auszahlung einer Runde begrenzt, während der RTP-Wert unabhängig davon über die gesamte Spieldauer kalkuliert bleibt.

Autoplay-Verbot in Deutschland und das manuelle Tempo

Nach den technischen Vorgaben für Anbieter mit einer deutschen Glücksspiellizenz ist eine automatische Autoplay-Funktion bei virtuellen Spielautomaten nicht zulässig, sodass jede einzelne Runde manuell durch einen eigenen Klick oder Tastendruck ausgelöst werden muss. Diese Vorgabe gilt unabhängig davon, ob eine internationale Version desselben Spiels über eine solche Funktion verfügt.

Für den Spielablauf bedeutet das ein bewusst manuelles Tempo: Zwischen zwei Runden ist stets eine aktive Handlung erforderlich, wodurch sich die Spielzeit gegenüber einem durchlaufenden Autoplay-Modus spürbar verlangsamt. In Kombination mit weiteren Vorgaben wie der Mindestdauer je Runde führt das zu einem insgesamt langsameren, stärker durch bewusste Entscheidungen geprägten Spielrhythmus als bei internationalen Angeboten ohne diese Einschränkung, bei denen mehrere Hundert Runden ohne einzelnes Zutun ablaufen können.

Multiplikator-Mechaniken: wo der Faktor angesetzt wird

Multiplikatoren erhöhen eine berechnete Auszahlung um einen festgelegten Faktor, etwa das Zwei-, Fünf- oder Zehnfache, und können an unterschiedlichen Stellen im Spielablauf ansetzen. Manche Multiplikatoren sind fest an ein einzelnes Symbol gebunden, andere gelten für die gesamte Runde und steigen bei bestimmten Ereignissen wie aufeinanderfolgenden Kaskaden oder zusätzlichen Freispielen automatisch an.

In Freispielrunden werden Multiplikatoren häufig progressiv über die Dauer der Runde aufgebaut, sodass spätere Drehungen potenziell höhere Auszahlungen liefern als frühere, ohne dass sich die zugrunde liegende Zufallsziehung ändert. Die genaue Funktionsweise – additiv oder multiplikativ, rundenübergreifend oder pro Drehung zurückgesetzt – ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich geregelt.

RNG und Zertifizierung: eCOGRA, GLI und iTech Labs

Der Random Number Generator (RNG) erzeugt bei jedem Spielautomaten fortlaufend Zufallszahlen, aus denen im Moment des Drückens die Symbolkombination einer Runde abgeleitet wird. Das Ergebnis steht damit ausschließlich durch den Algorithmus fest und wird durch keine externe Stelle im Nachhinein beeinflusst. Unabhängige Prüflabore wie eCOGRA, GLI oder iTech Labs testen RNG-Implementierungen von Softwareherstellern regelmäßig auf statistische Zufälligkeit und Übereinstimmung mit dem zertifizierten RTP-Wert, bevor ein Spiel freigegeben wird.

Diese Prüfzertifikate werden von den jeweiligen Laboren ausgestellt und decken die Zufallsgenerierung sowie die korrekte technische Umsetzung des Spiels ab. Für lizenzierte Anbieter in Deutschland ist der Einsatz eines derart geprüften RNG technische Voraussetzung, bevor ein Titel überhaupt im Portfolio erscheinen darf.

Die hier beschriebenen Mechaniken richten sich ausschließlich an volljährige Leser ab 18 Jahren. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt anbieterübergreifend über das LUGAS-System und lässt sich individuell anpassen; Hintergründe zu Limits und verantwortungsvollem Spiel liefert die BZgA auf ihrer Seite check-dein-spiel.de.